Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

WH plus

Initiative für Bewahrung und Weiterentwicklung des Ortsbildes

Das Besondere von Wilhelmshorst

Logo WILHELMSHORST plusWilhelmshorst ist historisch zu einer Waldsiedlung geworden. Es dominieren die märkische Kiefer, Eichen, Ahorn, Birken und Robinien. Einige Solitäre sind sogar ortsprägend. Die Kiefer ist das Symbol unseres Ortes und zugleich sein Wappenzeichen.

Die Waldsiedlung ist das Besondere, das Einzigartige, das Unverwechselbare von Wilhelmshorst. Dadurch unterscheidet sich unser Ort von anderen Vorortsiedlungen im Umland von Berlin-Potsdam. Dieser Charakter macht den hohen Wohnwert und die ökologische Lebensqualität aus.

Sowohl der Waldcharakter von Wilhelmshorst als auch Einzelbäume sind bereits in die Literatur (z.B. Gedichte von Peter Huchel, Ortsgeschichte, etc.) wie in Kunstdarstellungen eingegangen und repräsentieren den Ort auch überregional und damit imagefördernd.

Das Problem

Baumstumpf in Wilhelmshorst In den letzten Jahren hat die Bautätigkeit in Wilhelmshorst enorm zugenommen. Dabei wurden einzelne Grundstücke total oder weitgehend abgeholzt. Auch auf bemerkenswerte Einzelbäume ist vielfach keine Rücksicht genommen worden. Das seit 1990 insgesamt verbesserte Ortsbild wird dadurch stark beeinträchtigt.

[Pressestimmen.]

Natürlich ist Wilhelmshorst kein Wald, sondern eine Wohnsiedlung, wo das Baurecht gilt. Gleichwohl existiert eine Baumschutzordnung, die dafür sorgen soll, dass der einzigartige Charakter einer Waldsiedlung erhalten bleibt. Doch wie konsequent wird diese Baumschutzordnung eigentlich angewendet?

Das komplexe Bau- und Umweltrecht überfordert viele Bauherren. Andere haben bezüglich des gewachsenen Ortsbildes Informationsdefizite. Dass fremde Architekten und Baufirmen sich darum kaum kümmern, überrascht nicht. Ortsbeirat, Gemeindevertretung und Gemeindeverwaltung konnten diesem Trend zur „Verunstaltung“ des Ortsbildes durch unnötiges Abholzen bisher wenig Wirksames entgegensetzen. Hier ist nun das unterstützende Engagement von uns Bürgern gefragt.

Wer wir sind und was wir wollen

Bäume zum fällen gekennzeichnetWir wohnen seit Jahren in Wilhelmshorst und beobachten in letzter Zeit mit großer Sorge, wie sich das Ortsbild nachteilig verändert. Wir sind gerade wegen der Einzigartigkeit der Waldsiedlung in Architektur, Ortsanlage, bewaldeten Grundstücken und waldreichen Umgebung nach Wilhelmshorst gezogen. Es ist dieser Charme, der anscheinend auch andere überzeugt und dazu bewegt, hier wohnen oder bauen zu wollen.

Wir wollen die von uns geschätzte Wohn- und Lebensqualität auch für die Zukunft erhalten, verbessern und Veränderungen zusammen mit den Bewohnern im oben genannten Sinne positiv beeinflussen. Wir setzen uns dafür ein, den besonderen Waldcharakter unseres Ortes weitestgehend zu erhalten. Wir wollen unnötiges Baumfällen dort verhindern, wo es baulich nicht zwingend ist. Letztlich geht es uns generell um eine vernünftige Gestaltung des Ortsbildes. Damit das Wohnen hier auch für unsere Kinder und Enkel attraktiv bleibt und Wilhelmshorst keine x-beliebige Vorortsiedlung wird.

Wir wollen mit dieser Initiative ein nachhaltig wirkendes Zeichen setzen. Es reicht nicht, alle vier Jahre die politische Mitverantwortung an gewählte Politiker zu delegieren. Wir müssen auch „zwischen den Wahlen“ verantwortlich selbst gestalten und eventuell unsere Abgeordneten an ihre Wahlaussagen erinnern. Oder die Kommunalverwaltung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Pflichten unterstützen .

Die nächsten Schritte

– Kontaktaufnahme mit Bürgern, Entscheidungsträgern und Behörden

– Einrichtung einer Homepage als Informationsträger und Diskussionsplattform

– Merkblatt für Bauherren mit einer Kurzfassung der wichtigsten Informationen über Baumschutz, Natur- und Umweltschutz, Bauordnung, Offenlegung von geplanten Bauvorhaben der Gemeinde, Umgang mit Firmen und Entscheidungsträgern, Ansprechpartner

– Erstellen eines Baumkatasters (Erfassung insbesondere von Solitären und besonderen Baumgruppen); in wichtigen Fällen Beantragung einer Unterschutzstellung als Naturdenkmal

– Entwicklung eines zukunftsorientierten Leitbildes zur Ortsgestaltung

Weitere Initiativen

– regelmäßige Ortsbegehungen; Gespräche mit Verantwortlichen und Betroffenen; Informationen und Vorschläge für modernes Bauen unter Berücksichtigung des Baumschutzes und des Ortsbildes

– Herstellen einer (Presse-)Öffentlichkeit in Bezug auf Pflichten und Verantwortung der entsprechenden Beteiligten (zum Beispiel Bauausschuss); Präsenz in der Öffentlichkeit durch kulturelle Veranstaltungen (zum Beispiel Kunst-Ausstellungen)

– Vorschläge für sinnvolle Ersatzpflanzungen im Ort sowie für umweltfreundliche Beseitigung von Laub und Holzabfällen (zum Beispiel Kompostierung)

– Einflussnahme auf Gestaltung des öffentlichen Ortsbildes (zum Beispiel Plätze, Straßenbäume, Verkehrsführung)

Sprecher der Initiative:
Dr. Horst Halling – Ebereschenweg 34 – 14552 Wilhelmshorst – Tel. 033205-23567

WH plus wird unterstützt von:
Kornelia Gantze-Halling, Gundi Gericke, Detlev Groß, Dr. Rainer Paetau und anderen.

 

11 Kommentare

  1. WHPlus ist doch nur Show, kein Mensch interessiert sich noch für Bäume, Hauptsache man hat ein schönes Haus mit Blumen davor und Licht und Sonne fürs Aldi-Trampolin… Schade

  2. gibt es denn Wilhelnshorst plus noch ? Interessiert sich denn noch Jemand für den Baumbestand und den Naturschutz in unserem Ort ? Wilhelmshorst = Waldgemeinde ?Oder ist das Wunschdenken.

  3. ich begrüße die initiative von wh plus, sich dem erhalt der WALDgemeinde zu widmen.
    als „an den bergen“ lebende, weiß ich aus seit beginn meines hier wohnens gemachten erfahrungen, dass anzeigen beim amt in michendorf ( ich nenne bewußt keine personen namentlich) , insofern überhaupt jemand erreichbar ist, ohne wirkliche konsequenzen für den „abholzer“ sind.
    ob die initiative bis in die gründe der gesetzgeber und -macher eindringen kann und nachhaltige veränderungen bewirken kann…? diese frage stellt sich mir. denn ohne die gesetzlich rechtliche basis verlaufen alle bemühungen im sande.
    abschließend möchte ich den grundtenor, welcher im jahre 2012 aus zahlreichen nachrichten zu diesem thema hervorklingt – dem neid und er mißgunst auf sogenannte „zugezogene“ – etwas entgegenstellen.
    als exdresdnerin, welche ua in berlin ( west ) und in schäpe gelebt hat, erschreckt mich dieser negative zusammenhang zu den „zugezogenen“. dieser begegnet einem in michendorf noch erschreckend oft.
    liebe ex ddrler und exstasi getreue ( von denen gerade in wh noch reichlich zu finden sind ) , akzeptiert, dass es die ddr nichtmehr gibt und es ein geschenk ist, dass all die gemeinden um potsdam herum von reichlich zuzug geprägt sind. steuergelder fließen und die gemeinden bleiben am leben!!!…
    ich habe gerade bei nicht wenigen „alt wilhelmshorstern“ erlebt, dass diese ihr eh schon fast unbebaumtes grundstück BAUMFREI machen. auf mein nachfragen bzgl der notwendigkeit, direkt beim abholzer, wurde ich immer im nva ton auf die damen und herren vom amt verwiesen, die dem ihre zustimmung erteilt hatten.

    da schließt sich der bogen wieder.
    mir war es bedürfnis, die sehr einseitige haßschirade auf (abholzende) zuzügler zu neutralisieren.

    ich wünsche all denen, die sich für ein naturnahes wohnen hier im ort einsetzen viel gute energie für kommende aufgaben. auch ich werde weiterhin mit wachen augen und ohren dabei sein.

  4. Liebe Naturfreunde, seid bitte nicht naiv und vergesst eure Illusionen. Wilhelmshorst ist der ideale Erlebnis-Biotop für Kahlschlag-Fetischisten. Meine Erfahrung sagt mir, dass nur das schicke, nach Möglichkeit quietsch-gelb gestrichene, Häuschen zählt. Es gibt nur wenige Wilhelmshorster, die ihren Hausneubau der Natur untergeordnet oder zu mindest es versucht haben, diesen harmonisch und optisch im Einklang mit der Natur zu errichten.
    Für die Kahlschlag-Fetischisten gilt lediglich: man kann ja alles wieder gut machen. Mit Tujahecken und anderen Koniferen wird das Brachland dann in einen sterilen Mustergarten verzaubert. Ich hab die Hoffnung für immer aufgegeben, dass die Liebe zur Natur über den Selbstdarstellungstrieb der Menschen siegen wird.

    • Sie haben, so glaube ich jetzt, wahrscheinlich Recht. Erst holzt man sein Grundstück kahl (ohne Ersatzpflanzungen, denn die überprüft ja Niemand) und dann geht man gegen die Nachbarn vor. Dort will man Jetzt eine 4 Meter breite Schneise ohne Bäume haben. Wenn das nun jeder macht, haben wir in kurzer Zeit keinen Baumbestand mehr. Unsere Kinder werden sich freuen. Aber als Ausgleich erhalten wir durch Spenden eventuell den Regenwald in Südamerika oder so. Hat den Vorteil, der ist weit weg und wir haben kein Laub und Tropfwasser von den Bäumen. Allerdings auch kein Grün und keinen Biolärm von den Vögeln. Eine sanfte Ruhe. Wäre das nicht toll?

  5. Liebe Wilhelmshorster, ich begrüße die Initiativen und Aktivitäten von WH plus sehr. Sie werden aber wohl leider wenig helfen. Weitere Zuzügler, vor allem mit Kfz.-Kennzeichen aus den alten Bundesländern, werden in den nächsten Jahren kraft Ihres Geldes dafür sorgen, dass sie schön „aufgeräumte“ Grundstücke haben, bei denen Bäume nicht im Wege stehen. Dagegen helfen mitunter wirklich nur drastische Strafen, davon ist aber nirgendwo die Rede.
    Und die Kettensäge läuft und läuft…, besonders an Wochenenden, wo Kontrollen ohnehin kaum stattfinden. Irgendwann werden wir alle merken, dass wir zwar in einer Waldgemeinde wohnen. Aber es ist leider kein Wald mehr da!
    Geld regiert die Welt, auch in unserem WH! Und der Einzelne ist ja fast unschuldig, er macht ja nur ein klein wenig Platz für sein „kleines“ Häuschen. Und jeder von denen wird seinen eigenen und natürlich triftigen Grund haben, entrüstet über meinen Kommentar zu sein.
    Wie ist eigentlich der Kahlschlag neben dem Grundstück von Bäcker Fahland zu erklären, war das alles auch wieder nur krankes Holz?
    Die Holzfäller trifft keine Schuld, sie erfüllen ihren Auftrag. Es sind wohl eher die Immobilienbesitzer und späteren Käufer aus Frankfurt/Main, Stuttgart, Berlin und anderswo.
    Und unsere Gemeindevorsteher? Kaum eine Reaktion. Da haben wir es wieder, das Thema: „Behördlnge“!

  6. Ja, es ist ein Jammer was in unserem schönen Ort abgeholzt wird. Man sollte die Mindestgrundstücksgröße erhöhen und einen echten Baumschutz gewährleisten. Hier ist die Gemeinde gefordert.

    Die Bauordnung ist gleichfalls zu lasch. Es kann fast alles überall gebaut werden. Ein engerer Rahmen ist überfällig.

  7. Hallo Frau Grassmann-Nadolny,

    wenn Sie die Grundstücke zwischen dem Grünen Weg und dem Heideweg meinen, hier ein Paar Informationen:

    Die gehören zu weiten Teilen schon einer Immobilienentwicklungsfirma („Kreta-Immobilien“ aus Hof). Die ist irgendwie ein Ableger der Investmentfirma Goldman-Sachs. Da steht Profit an erster Stelle.
    Die Untere Forstbehörde meint zudem, das das kein Wald ist (kein Scherz!). Und unser Bebauungsplan sieht das Gebiet zum Bebauen vor… Wieviel Bäume dann da stehenbleiben kann ich mir gut vorstellen. Etwas tröstlich ist, das es wahrscheinlich noch ein paar Jahre braucht, bis gebaut werden kann. Vielleicht ändern sich ja noch die Prämissen im Ort,

    Mit freundlichen Grüßen
    Rudi

  8. Ich bin vor 11 Jahren aus dem schönen Thüringer Wald wegen meinem Mann nach Wilhelmshorst gezogen und war von der Waldgemeinde total beeindruckt. Vor allem, weil ich wieder im Grünen wohnte. Was aber in den letzten 10 Jahren in Wilhelmshorst passiert ist mit dem Baumbestand ist für mich nicht nachvollziehbar. Allein das Bebauungsgebiet neben dem Friedhof, das kann ich nicht nachvollziehen. Als mein Mann noch für den Gemeinderat tätig war, wurde beschlossen, das es Waldgebiet bleibt. Plötzlich war es Bauland, wir haben hier anfangs das Abholzen versucht, zu verhindern, aber wie man sieht ohne Erfolg. Nun wird versucht, ein Baugebiet hinter uns (Grüner Weg/Peter-Huchel-Chaussee) zu planen. Auch hier werden wir wieder alles versuchen, aber die Profitgier wird größer sein. Keiner denkt darüber nach, dass Bäume eine der wichtigstenLebensgrundlagen sind. Ich finde es einfach schlimm, dass nur noch der Profit Einzelner vor dem Erhalt von Lebensqualität steht. Einfach nur noch erschreckend, wie sich Wilhelmshorst entwickelt. Den Zusatz Waldgemeinde kann man bald streichen.
    Mfg J. Grassmann-Nadolny

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