Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Ex-Ortschef kritisiert CDU und SPD scharf

Wilhelmshorsts langjähriger Ortschef Gerd Sommerlatte (IGW) hat sich mit einem offenen Brief (zum kompletten Text) an die Bürger des Ortes gewandt. In dem Schreiben kritisiert er die etablierten Parteien – vor allem CDU und SPD – scharf und wirft ihnen vor, mit „Parteienkalkül und internen Absprachen“ den Wählerwillen in Wilhelmshorst ignoriert zu haben.

„Ränkespiele der etablierten Parteien“

Er spielt damit auf die Ortsvorsteher-Wahl an, die Irmgard Richard (SPD) gegen ihn gewann. CDU, SPD und Grüne hatten bei der geheimen Wahl mit ihren fünf Stimmen die vier Mitglieder der Initiativgruppe für Wilhelmshorst (IGW) überstimmt und damit eine Wiederwahl Sommerlattes verhindert.
Unter den Bürgern hatte das Unmut ausgelöst, weil bei der Wahl des Ortsbeirats am 28. September Sommerlatte mit 533 die meisten Stimmen bekam, Irmgard Richard nur 100.
Der Ex-Ortschef spricht nun von Ränkespielen, die ihm zeigen, dass demokratische Spielregeln von den „regierenden Parteien nunmehr auch in den kleinsten Gemeindeteilen zunichte gemacht werden“. Leider seien einige neue Ortsbeiratsmitglieder „den Meinungen ihrer Parteifürsten aufgesessen“.

„Keine Frager, Macher werden gebraucht“

Im Ortsbeirat brauche es „keine Frager, sondern vor allem Macher, Leute, die etwas bewegen, sich selbst an die Spitze stellen, die nicht auf Zeit und Geld schauen und sich nicht von Geschwätz verunsichern lassen“, so Sommerlatte. Parteienkalkül sei indes immer schlecht für die Entwicklung des Ortes. Er hoffe, dass Frau Richard die Kraft hat, die Interessen „unserer Waldgemeinde“ einzufordern. Seine Wählergruppe IGW werde im Ortsbeirat darum ringen, „dass eine Entmündigung der Wähler nicht stattfindet“, heißt es am Ende des Briefes. (jst)

Kommentare sind geschlossen.