Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

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Sondersitzung des Wilhelmshorster Ortsbeirates am 11. Juli 2016 zum barrierefreien Ausbau des Bahnhofs

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Im Rahmen einer Sondersitzung des Wilhelmshorster Ortsbeirates wurden am 11. Juli verschiedene Varianten des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs diskutiert. Immerhin 9 Einwohner hatte das Thema zur Teilnahme angeregt; alle erhielten zur Sitzung Rederecht, von dem lebhaft Gebrauch gemacht wurde. Ein Bürger hatte lautstark die Rechtmäßigkeit der Sitzung beanstandet; der Ortsvorsitzende räumte ein, durch die Terminkette der Bahn zu kurzfristigen Reaktionen gezwungen zu sein.

Die 4 Varianten wurden einzeln behandelt und Vor- und Nachteile aus Sicht der Anwesenden besprochen.
— Die Rampen-Variante traf außer bei einem Bürger auf wenig Gegenliebe: zu gewaltig aufgrund der geringen Neigungen; das Eis- und Schneeproblem ist bisher völlig ausgeblendet.
— Die Fußgängerschranke gleiseben in Höhe des jetzigen Treppentunnels (und dessen Erhalt) hat viele Fürsprecher gegenüber 2 offenbar hyperbesorgten Eltern.
— Zwei zusätzliche Aufzüge scheinen optimal; Bhf. Michendorf und viele Berliner Bahnhöfe zeigen Akzeptanz und Sicherheit der Anlagen.
— Am befremdlichsten erschien die Bahnsteigverlegung an die Huchel-Chaussee, da dort neue P+R-Anlagen gebaut (Versiegelung), sowie die jetzigen am Bahnhof abgerissen werden müssten.

Das Argument der Bedeutungserhöhung des jetzigen Standortes durch die künftige östliche Ortserweiterung wurde nicht behandelt, wie auch eine mögliche Veränderung der Bus-Linienführung zum jetzigen Bahnhof. Ebenso wurde nicht besprochen, dass bei einer Bahnsteigverschiebung das Problem einer barrierefreien Querung der Bürger in der östlichen Ortslage ungelöst bleibt.

Es fand keine Abstimmung zu einer Vorzugsvariante statt. Auf wilhelsmhorst.de sollen die Pläne der Bahn veröffentlicht werden (die offenbar tlw. aus Urzeiten stammen: „Potsdamer Str.“, 1900 EW).

Dr. Anders

 

Weitere Informationen zu den diskutierten Varianten finden Sie hier im Anhang (PDF).

Nächste Termine:
18.7. 19:00 öff. Hauptausschußsitzung MD (kein eigener TO-Punkt);
19.7. nichtöff. Besprechung Gemeinde — Bahn;
21.7. 18:00 Uhr öff. Einwohnerversammlung mit Vorstellung der Bahnvarianten in der Wilhelmshorster Turnhalle;
25.7. 19:00 Uhr öff. Ortsbeiratssitzung mit Einwohnerfragen, kein eigener TOP  zur Barrierefreiheit;
neu: 1.8. 19:00 Sondersitzung der GVS MD in Md;
5.9. 19:00 öff. Gemeindevertretersitzung MD in Md.

Ein Kommentar

  1. „[…] Am befremdlichsten erschien die Bahnsteigverlegung an die Huchel-Chaussee, da dort neue P+R-Anlagen gebaut (Versiegelung), sowie die jetzigen am Bahnhof abgerissen werden müssten. […]“

    Dies stimmt. Es geht aber nicht nur um die Versiegelung neuer Flächen für die Schaffung zusätzlicher P+R-Plätze in unserer „Waldgemeinde, die zunehmend „entwaldet“ und versiegelt wird, sondern m.M. nach wichtigere Argumente gegen die Verlegung sind:

    Barrierefreiheit 1: Die Züge auf der jeweiligen gegenseit wären bei geschlossenen Schranken (und dies bei zunehmenden Güterverkehr) gar nicht mehr erreichbar (weder barrierefrei noch mit Barriere). Und zwar für niemanden. Es wird zum Glücksspiel, ob man seinen Zug erreicht. Nicht zu denken, was Kinder und Jugendliche dann tun. Eigentlich verlangt diese Variante einen zusätzlichen Überweg oder einen Tunnel.

    Barrierefreiheit 2: Mit der Verlegung entgeht uns die einmalige Chance, zwei (!!!) barierrefreie Übergänge im Ort zu haben (Schranke an der Huchel-Chaussee + Tunnel mit Fahrstühlen am alten Standort). Der Tunnel an der „Forelle“ und am künftigen „Kulturzentrum“ bliebe bei einer Verlegung aber wie er ist, nämlich nicht barrierfrei. Aber gerade dort wäre eine barriefreie Wegung sinnvoll. Das ist für mich das größte Manko!

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