Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Heute erscheint erster Roman von Lutz Seiler

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In seinem bereits mit dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichneten Roman „Kruso“ erzählt Lutz Seiler von der Flucht Edgar Bendlers aus seinem alten Leben auf die Insel Hiddensee, wo er als Abwäscher in der Kneipe „Klausner“ unterkommt und dort Ed Alexander Krusowitsch – Kruso – kennen lernt. Kruso, Meister und Inselpate, hat hier eine eingeschworene Gemeinschaft um sich gescharrt, die nach ganz eigenen Vorstellungen, eigenen Gesetzmäßigkeiten lebt. Edgar, in dem sich auch Seilers persönliche Erfahrungen spiegeln, wird eingeweiht in die Rituale der Saisonarbeiter auf Hiddensee, die Gesetze ihrer Nächte und ist fasziniert von Krusos Utopie, die verspricht, jeden Schiffbrüchigen des Landes und des Lebens innerhalb von nur drei Nächten zu den Wurzeln der Freiheit zu führen. Doch spätestens mit den Umwälzungen im Herbst 89 zeigt sich, wie brüchig dies Utopie, wie anfällig Krusos Versprechungen sind.

Mit seinem ersten Roman schlage Seiler einen Bogen vom Sommer 1989 auf Hiddensee bis in die Gegenwart, so die Jury des Uwe-Johnson-Preises.

Bisherige Preisträger waren unter anderem Christoph Hein, Christa Wolf, Uwe Tellkamp und Walter Kempowski. Der Preis wird am 19. September im Rahmen der traditionellen Johnson-Tage übergeben.

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