Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

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Einwohnerversammlung zum Wilhelmshorster Bahnhof

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Wie inzwischen bekannt ist, sollen die Zugänge zu den Bahnsteigen des Wilhelmshorster Bahnhofs barrierefrei umgebaut werden, was neben den Rollstuhlfahrern auch Rad- und Kinderwagenfahrer erfreuen dürfte.

Der Forderung vieler Reisender von Wilhelmshorst und Langerwisch, die den Bahnhof benutzen, findet am Donnerstag, 21. Juli ab 18:00 Uhr in der Wilhelmshorster Turnhalle eine öffentliche Variantenvorstellung mit Diskussion statt.

Zur Debatte stehen die von der Bahn vorgestellten 4 Varianten:
— 2 Aufzüge (frei zugänglich –> Vandalismusgefahr, Schlüsselgebunden –> siehe „Potsdamer Posse“),
— Rampen (aG. geringer Steigungen / Gefälle –> enormer Platzverbrauch, unästhetische Bauwerke),
— gleisgleicher, ebenerdiger Übergang mit kl. Schranken (Gefahr durch Nichtbeachtung),
— Verlegung der Bahnsteige an die Huchel-Chaussee (billigste Variante).

Die letztere Variante wird seit den 90er Jahren im Ort diskutiert, da sich der Ortsmittelpunkt durch den dominierenden Busverkehr nach Potsdam an die Huchel-Chaussee verschoben hat und wird, da als preiswerteste Variante, von der Bahn favorisiert.
Absehbare Nachteile sind aber, vor allem daraus herrührend, daß es bei dem Problem ja nicht nur um die Erreichbarkeit der Bahnsteige geht, sondern ein fundamentales örtliches Interesse damit verbunden ist:

1. Für den Ort und die Einwohner ist eine Querung der Wetzlarer Bahntrasse im östlichen Ortsbereich unabdingbar. Eigentlich sollte es im Abstand von ca. 1 km von der Querung Huchel-Chaussee auch eine autobefahrbare Querung (analog zur westlichen Tunnelung im Zug des Caputher Wegs) geben. Die (zZ. auch vernachlässigte) Querung (Tunnel) der Umgehungsbahn im Zuge der Menzel-Straße südlich sollte eigentlich eine verkehrliche Fortsetzung nördlich bis zum Fuchsweg / An der Bahn finden.

2. Die Lage des Bahnhofs war aufgrund der zur Gründerzeit geplanten Erschließungen von Tannenhof, Teufelshorn und Galgenberg die vorgesehene Ortsmitte. Mit der absehbaren künftigen Wiedererschließung dieser Ortsteile ist die jetzige Lage des Bahnhofs optimal für die verkehrliche ÖPNV-Anbindung aller im Umkreis dort künftig wohnenden Bürger.

3. Eine wünschenswerte Verbindung zwischen Bus und Bahn läßt sich leicht auch durch eine Schleifenfahrt der Buslinie über die (hoffentlich irgendwann rekonstruierte) Schweitzerstraße, An den Lauben, Am Fichtenberg, An der Trift realisieren. Mit einer Fahrplanoptimierung sogar stündlich zu den Haltezeiten des RE 7.

Mit dem erwünschten barrierefreien Umbau der Zugänge zu den Bahnsteigen darf sich der Ort nicht wichtige und zukunftsträchtige Entwicklungen in den nächsten 20 bis 30 Jahren verbauen.

Dr. Anders, Wilhelmshorst

 

 

 

2 Kommentare

  1. „Die Verlegung der Bahnsteige ist die billigste Variante“? Für wen? Für die Bahn, weil die ihre marode Bahnhofsanlage am alten Bahnhof nicht sanieren muss? Wer kümmert sich dann darum, werden die Gleise mit Brettern abgeriegelt, damit sie nicht zum Spielplatz für Pubertierende werden? Ist der Abriß mit einkalkuliert? Was kommt da nun schon wieder auf uns zu…

  2. Wilhelmshorster und Langerwischer Bürger fordern eine ordentliche öffentliche Erörterung der Bahnhofs- und Bahnübergangsfragen!

    Ortsbürgermeister Sommerlatte lädt zum 11. 7. zu einer Sondersitzung des Ortsbeirates ein. Schon am 19. 7. 16 soll mit der Deutschen Bahn über den barrierefreien Bahnübergang und den Bahnhofsstandort gesprochen werden.
    Die Pläne sind zeitlich völlig unakzeptabel.

    Seit 25 Jahren sind diesbezügliche Fragen offen und im Gespräch.
    Es geht um d a s zentrale Thema der Ortsentwicklung. Herr Sommerlatte wird hiermit aufgefordert, jede Eile zu vermeiden und eine öffentliche Diskussion und Meinungsbildung zu fördern.

    Auch formal ist das jetzt geplante Vorgehen fehlerhaft. Die Bürger werden aufgefordert, an dem geplanten Termin ihre Rechte geltend zu machen!

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