Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Baustelle

Einwohner- statt Anwohnerversammlung gefordert!

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Die Rekonstruktion vs. Neubau der Schweitzerstraße beschäftigt die Wilhelmshorster

Inzwischen verstorbene Ur-Wilhelmshorster  berichteten, daß die damalige Eibenstraße (heute „Dr.-Albert-Schweitzer-Straße“) etappenweise (je nach vorhandenen Pflastermaterial und Arbeitskräften) von den in den Baracken am Bahnhof beschäftigten „Reichsbahnarbeitern“ (vermutlich Zwangsarbeiter) bis zum Ende des 2. Weltkrieges neu gebaut wurde. Inwieweit diese Arbeiter und die schwierigen Kriegs-Bedingungen ein fundiertes Ergebnis (im doppelten Wortsinn) im Straßenbau erbringen konnten, sei dahingestellt. Die Etappen sind aufgrund der unterschiedlichen Pflastergrößen und -materialien (zT. für Straßenbau völlig ungeeignetes Kleinpflaster) noch erkennbar. Auch die Zeitlage dieser Rekonstruktion ist plausibel, da sich der Verfasser noch an schulische Veranstaltungen (Radrennen, eben dort, obwohl zB. Vogelweide und Ebereschenweg schon damals asphaltiert waren) auf tadelloser, sehr glatter Straße in den 50er Jahren erinnert. Aufgrund dieser Umstände ist sicher ein einheitlicher und heutigen Anforderungen gerechter Unterbau kaum zu erwarten, zumal die Abwasser-Kanalbau-Firma in den 90er Jahren sowie jahrzehntelange dilettantische Reparaturversuche sowohl Unterbau als auch Straßendecke teilweise bleibend zerstört haben.

Jedoch ist die breite Allee-Straße von rund 1 km Länge neben der Huchel-Magistrale eine der den Ortscharakter bestimmenden Straßen, deren Neubau nicht nur die Anlieger, sondern eigentlich die Bevölkerung in Gänze interessieren sollte. Deshalb fordern etliche Bürger an der Planung (mit Verschmälerungen, Einbuchtungen, Baken uä.?) beteiligt zu werden. Inwieweit solche Mitbestimmung Auswirkung auf die Kosten bzw. die Finanzbeteiligung der Anwohner hätte, sei zunächst unerheblich. Vielleicht muß sich die Gemeinde bei solchem ortsprägenden Vorhaben mit mehr als der vorgesehenen Prozentzahl beteiligen (statt der üblichen 70:30 könnte ja ein günstigerer Schlüssel für die Anwohner beschlossen werden). Ungeachtet zunächst der immer ärgerlichen Crux,  daß zT. uninformierte und tlw. uninteressierte Abgeordnete der Großgemeinde über interne Wilhelmshorster Angelegenheiten bestimmen …

Umso wichtiger ist, daß solche ortsinternen Vorhaben über einen breiten Bürgerkonsenz verfügen, weshalb die Ausbaupläne in der breiten Öffentlichkeit vorgestellt und behandelt werden sollten.

Dr. Anders, Wilhelmshorst

 

Am Dienstag, 13. 9.2016, findet ab 19:00 Uhr im Gemeindezentrum Schweitzerstr. eine Versammlung zur Information der Anwohner über die möglichen Varianten der Sanierung „Dr.-Albert-Schweitzer-Straße“ statt. Die Versammlung ist öffentlich.

Ein Kommentar

  1. Endlich hat WH. einen „Experten“: Einen Dr.-Albert-Schweitzer-Straße-Experten. Und der weiß es nun ganz genau! Erst einmal alles Vorgeschlagene kritisieren, Polemik dagegen, Leute aufwiegeln, mit etwas Geschichtskenntnissen angeben etc.
    Nur ja nicht selbst etwas vorschlagen! Wie in der „großen“ Politik: Jeder Vorschlag wird erst einmal mit einem Widerspruch beantwortet, es soll vor allem einfach nicht vorangehen! Und woher weiß dieser „Experte“, dass etliche Wilhelmshorster seine (welche eigentlich? ) Meinung teilen?
    Herr Sommerlatte, lassen Sie sich nicht beirren, Sie sind auf dem richtigen Weg. Ewige Besserwisser helfen nicht weiter, können wir hier nicht gebrauchen! Baut die Schweitzer-Straße brauchbar für den Autoverkehr aus, und gut ist!

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