Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Der Weihnachtsmarkt ist tot – Es lebe der Weihnachtsmarkt!

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Ach was muss ich hören oder lesen…..Eine Hommage an alle Weihnachtsmarktfreunde in Wilhelmshorst.

Vor mehr als 10 Jahren fand in Wilhelmshorst der 1. Weihnachtsmarkt statt. Mit sehr viel Engagement und Ideenreichtum erlebten wir unseren Weihnachtmarkt. Es wurden Weihnachtsbäume verkauft, ein Streichelzoo erfreute die Kleinen und Großen, ein Riesenrad begeisterte unsere Besucher und vieles mehr, war für uns der Beginn einer schönen liebgewordenen Tradition. Traditionen sollte man pflegen. Ich bin ein enger Verfechter von Traditionen, sie bilden die emotionale Bindung zum Ort in dem man lebt. In dieser Hinsicht hat Wilhelmshorst viel zu bieten: die Osterfeuer, die Sommerfeste und die Lampionumzüge, tja und die Weihnachtsmärkte.  Wer nun in der heutigen Zeit durch Wilhelmshorst hört, wird erfahren: „Wie können die nur unseren Weihnachtsmarkt ausfallen lassen, warum ist der Weihnachtsmarkt in Michendorf? Es war immer so schön bei uns.“Liebe Wilhelmshorster Groß und Klein,

ein Erklärungsversuch derer, welche mit ebenfalls wieder viel Engagement und Fleiß sowie vielen Ideen diesen 1 . gemeinsamen Weihnachtsmarkt der Großgemeinde organisieren.

Der Michendorfer Nikolauslauf hat sein 5jähriges Jubiläum in diesem Jahr.

Ein hoch professionelles Team organisiert  diesen Lauf. Beim Nikolauslauf handelt es sich um einen der größten Nikolausläufe Europas, es werden über 800 Läufer  (Weihnachtsmänner und -frauen) erwartet und natürlich eine Vielzahl von Besuchern. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland.  Der RBB begleitet diesen Lauf und überträgt ihn im Fernsehen. Eine enorme Organisation ist notwendig, um diesen Lauf stattfinden zu lassen. Die fleißigen Helfer hatten nun die Idee zum Jubiläum einen Weihnachtsmarkt durchzuführen. Leider waren Ihre Kapazitäten gebunden. Als die Anfrage kam – war die Idee geboren. Das Wilhelmshorster Weihnachtsmarktteam war begeistert und wurde durch Teilnehmer aus anderen Ortsteilen verstärkt. Nun sind natürlich die Kapazitäten unseres Weihnachtsmarkteams ebenfalls endlich, so dass wir uns entschlossen haben, unseren Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ruhen zu lassen.

Es ist eine gute Idee, zur richtigen Zeit! Somit können wir einmal Danke sagen, für die vielen fleißigen Helfer des Nikolauslaufes, welche solch ein Ereignis in unsere Gemeinde holen. Sind wir uns wirklich klar, welche Pfunde wir haben – in der gesamten Gemeinde? Wir sollten zusammen gestalten und umsetzen – unsere Kräfte bündeln – Neues schaffen. Natürlich wollen wir unsere Traditionen nicht aufgeben – das dürfen wir auch nicht! Aber wenn man etwas verändert, heißt das gleich, dass man etwas aufgibt? Vielleicht ist es auch die Grundlage für die Vorfreude auf den nächsten Weihnachtsmarkt, in Wilhelmshorst? Warum glauben einige Wenige, dass Veränderung immer negativ ist? Nun steht das Organisationsteam um den 1. Weihnachtsmarkt der Großgemeinde vor einer sehr großen Aufgabe. Wir wollen nicht nur einen wunderschönen romantischen Weihnachtsmarkt, sondern müssen gegen die unterschwelligen Argumente ankämpfen. Wir alle, die daran beteiligt sind, arbeiten ehrenamtlich! Wir verbringen unsere Freizeit, welche in den letzten Tagen eines Jahres immer knapp bemessen ist, um eine Idee umzusetzen. Die Idee vom ersten gemeinsamen Weihnachtsmarkt. Wir bitten alle darum, uns zu unterstützen. Sie können sich argumentativ beteiligen, aber auch durch ihren Besuch. Verbringen sie schöne vorweihnachtliche Stunden auf einem gemütlichen Weihnachtsmarkt, es gibt sehr interessante Stände, weihnachtliches Treiben, einen wirklich lieben Weihnachtsmann (wir haben den „Echten“ – direkt aus Himmelpfort) , ein Weihnachtspostamt und ein fantastisches Programm von Weihnachtsjazz bis zu romantischen Bläsern. Und unsere Jüngsten werden uns mit Weihnachtsliedern auf das Fest einstimmen.

Ach ja, der Schnee ist bestellt und eine leichte Kälte – für die entsprechende Atmosphäre zum Glühwein trinken.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie, seinen Sie ein Teil einer neuen Idee und lassen Sie uns nach vorn blicken und unsere Traditionen fest im Auge behalten. Übrigens war auch der Wilhelmshorster Weihnachtsmarkt irgendwann einmal das erste Mal – lange bevor er zur Tradition wurde!

Es lebe der Weihnachtsmarkt!

In diesem Sinne, vorweihnachtliche Grüße

Bettina Sommerlatte-Hennig

Wilhelmshorsterin im Auftrag des Org.komitees

P.S.:  „Es gibt drei Arten von Menschen. Solche, die unbeweglich sind. Solche, die beweglich sind und solche, die sich bewegen und einen Schritt vorwärts tun. Ich ermutige Sie, sich zu bewegen und einen Schritt vorwärts zu tun.“  Zitat von Sir Ken Robinson.

8 Kommentare

  1. In der Sonderausgabe der MAZ, dem MAZ-Adventskalender, mit der Übersicht zu über 150 aufgeführten Weihnachtsmärkten von Altes Lager bis Zossen ist der Weihnachtsmarkt in Michendorf nicht mal genannt!

  2. Sehr geehrte Frau Sommerlatte – Henning,
    ich hatte mich schon darüber gewundert warum es in diesem Jahr keine „Werbung“ für den Wilhelmshorster Weihnachtsmarkt gibt. Auch ich bin sehr unglücklich über die Entwicklung immer mehr Aktivitäten in Michendorf zu bündeln und schöne Traditionen aufzugeben.
    Der Nikolauslauf ist sicher für unsere Region ein Großereignis aber doch für sich eigenständig.
    Der Wilhelmshorster Weihnachtsmarkt war für mich und meine Familie immer ein schönes vorweihnachtliches Ereignis. Vor allem die Erreichbarkeit zu Fuß machte für mich den Unterschied zu anderen regionalen und überregionalen Weihnachtsmärkten. Schade das wir uns immer weiter entfernen. Kommt im nächsten Jahr dann ein gesamtheitlicher Landkreisweihnachtmarkt in ……?

    Trotzdem, allen Wilhelmshorstern ein schönes Weihnachtsfest und viel Spaß in Michendorf!

    • Hallo Frau Kaiser,

      Sie müssen auf den Weihnachtsmarkt nicht vollständig verzichten, denn der Kulturbund , der Kinder Kinder Verein und weitere werden an diesem Samstag einen kleinen Markt auf dem Gelände am Gemeindezentrum durchführen. Einfach mal vorbeischauen.
      Wir sehen uns ?

      • Danke lieber Anwohner. Dann braucht man gar nicht nach Michendorf zu fahren.

        Ich persönlich finde es sehr schade, dass die Ortsvorsteherin lieber lange Rechtfertigungen schreibt und sich nicht für den Ortsteil Wilhelmshorst einsetzt.

        Wer sich das Plakat zum Nikolauslauf anschaut, sieht nicht einmal, dass Wilhelmshorst den Markt unterstützt. Bei den Programmpunkten fällt die Beteiligung von Wilhelmshorst aber wohl ins Gewicht.

        Und lieber Remigius ich fand Ihre Antwort ausgewogen geschrieben. Meinungen als kleingeistig zu diffamieren ist natürlich eine gute Strategie wenn man großes in der Großgemeinde anstrebt.

        Ich freue mich auf den kleinen Markt am Samstag und wünsche schöne Weihnachten!

  3. Liebe Frau Sommerlatte, lieber Herr Sommerlatte!

    Der Unmut in Wilhelmshorst ist leider mehr als berechtigt, besonders, wenn der Ortsvorsteher unseren Ortsteilweihnachtsmarkt einfach so preisgibt. Das ist nun wirklich das Gegenteil seiner Aufgabe. Es steht zu bezweifeln, daß der Ortsvorsteher überhaupt begriffen hat, welche Funktion Ortsteilfeste haben. Auch unser Wilhelmshorster Weihnachtsmarkt erfüllt eine ganz wichtige Integrations- und identitätsstiftende Funktion, insbesondere da Wilhelmshorst in den letzten 20 Jahren eine echte Zuzugsgemeinde geworden ist. Bürgersinn kann sich nur durch gemeinsame Aktivitäten entwickeln. Dafür ist die „Groß“-Gemeinde völlig ungeeignet. Zwar freut es mich, daß der Michendorfer Nikolauslauf auch überregional auf Beachtung stößt, aber was haben die anderen Ortsteile davon?

    Ein Dank an die Ehrenamtlichen, die unsere Ortsfeste immer so fleißig organisieren und unterstützen ist selbstverständlich. Viele engagieren sich aus Liebe zu Wilhelmshorst, da das ihr Heimatort ist.

    So berechtigt die Selbstdarstellungsversuche von Michendorf auch immer sein mögen, ist die Großgemeinde Michendorf doch nur eine ungeliebte Verwaltungseinheit und solche Aktionen des Ortsvorstehers vertiefen die Gräben zwischen den Ortsteilen nur. Traurig, traurig!

    Ich hoffe, es findet sich noch eine Lösung für dieses Jahr.

    Ansonsten müssen wir leider warten, bis ein neuer Ortsvorsteher gewählt wird, der die Interessen seines Ortsteils auch wirklich vertreten möchte.

    Trotz des Ärgers wünsche ich Wilhelmshorst eine besinnliche und kommunikative Vorweihnachtszeit!

    Mit besten Grüßen

    Remigius

    • Hallo Remigius,

      wie kleingeistig ist doch Ihre Äußerung, wenn man bedenkt, dass Sie nicht einmal den Mut haben, Ihren richtigen Namen zu verwenden. Suchen Sie das offenen Gespräch, den Gedankenaustausch – wir freuen uns darauf. Ich verweise auf das Zitat am Ende meines Artikels.

      Bettina Sommerlatte-Hennig

      • Na,ja Hochmut kommt vor dem Fall ! Nur noch etwas Geduld. Ach es sind doch bald Wahlen? Wer will denn was ? Die Eigenständigkeit von Wilhelmshorst ? Ja Frau Hennig So ist nun einmal .Hochmut kommt vor dem Fall.

  4. Vielen Dank für das schöne Zitat. Ich hoffe, dass alle Kinder des Ortes diesen Schritt wagen werden. Die Idee des Zentralismus erleben wir an vielen Stellen in Europa oder der Welt. Die Erinnerungen an die schönen Dinge der Kindheit entstehen oft im Kleinen und Besonderem. Sie heben sich vom normalen Alltag ab. Ein Spaziergang zur Weihnachtszeit bei Schnee und leichter Kälte in Familie kann etwas wundervolles sein. Die schnelle Autofahrt zur Schule oder dem Kindergarten kennen wir aus unserem Alltag. Den Ruhm für große Taten und Leistungen erntet man natürlich bei der Organisation der kleinen Dinge nur bei einem kleinen Kreis.

    P.S. Ich hoffe, dass alle großen Kinder nach dem Glühweingenuss auch an die kleinen Kinder im Straßenverkehr denken.

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