Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Bahnhof Wilhelmshorst – Offener Brief an die Gemeinde

| 6 Kommentare

Der Bahnhof Wilhelmshorst – Gute Vorsätze für das Jahr 2015 !?

Sehr geehrter Herr Gerhardt, sehr geehrter Herr Mirbach,

Das Jahr ist jung und voller neuer Aufgaben.
Für das vor uns liegende Jahr wünsche ich Ihnen persönlich und der gesamten Verwaltung Gesundheit, kreative Energie und Schaffenskraft.

Aus aktuellem Anlass habe ich mal wieder über den Bahnhof Wilhelmshorst nachgedacht und bin der Meinung, dass der Istzustand so nicht bleiben sollte und so auch nicht bleiben kann.

An den allgemeinen Vandalismus mit Graffiti und sonstigen Schmierereien hat man sich mittlerweile gewöhnen dürfen und müssen. Dass der Bahnhof häufig verschmutzt ist, registriert man irgendwann auch nicht mehr. Die nassen Füße beim Durchschreiten des Tunnels nach Regenereignissen bleiben dann schon nachhaltiger in Erinnerung. Auch beim Schleppen von Gepäck, Rädern oder Kinderwagen ist das Stöhnen der Fahrgäste nicht zu überhören. Dabei ist die Gefahr von eventuellem Stolpern unter Last noch nicht berücksichtigt.

Dass aber an einem Werktag bei strahlendem Sonnenschein um ca. 12:00 Uhr die seit dem frühen Morgen liegende Neuschneeauflage sowohl auf den Bahnsteigen, als auch auf den Tunnelabgängen unberührt „schön“ daliegt, kann sicherlich nicht hingenommen werden (siehe Fotos). Hier wird das Durchqueren des Tunnels selbst für junge und sportliche Zeitgenossen zu einer Herausforderung. Die Zumutung für ältere und jüngste Mitbürger ist nicht mehr in Worte zu fassen!

Während die Räumpflicht auf maroden Bürgersteigen der privaten Grundstücke kontrolliert und überwacht wird, verbleiben der Bahnhof und seine Unterführung als rechtsfreie Zone.

Bevor jetzt die pauschale Rechtfertigung der fehlenden Zuständigkeit eingewandt wird, bitte ich Sie um die Beantwortung der folgenden Fragen:
• Wer ist zuständig für die Reinigung und die Instandhaltung der Unterführung?
• Gibt es einen direkten Dialog der Gemeinde mit der Bahn und gibt es hier verbindliche Absprachen/Verträge zum Umgang mit dem Bahnhof und seinem Umfeld?
• Wer ist Ansprechpartner für den Bahnhof Wilhelmshorst bei der DB?
• Hat die Gemeinde versucht die unsinnige Taktung zwischen RE7 und ODEG korrigieren zu lassen und mit welchem Ergebnis? Gibt es hier anhaltende Bemühungen seitens der Gemeinde?
• Wurde seitens der Bahn/Gemeinde eine Videoüberwachung des Bahnhofs geprüft/beantragt und mit welchem Ergebnis? Dem Vandalismus könnte u.U. mit einer Videoüberwachung wirkungsvoll begegnet werden. Die teilweise wohl bekannten Verursacher der regelmäßigen Sachbeschädigungen könnten hiermit ggf. zur Verantwortung gezogen werden, die jährliche Sprengung des Fahrkartenautomaten vielleicht verhindert werden.

Das Thema ist seit Jahren in aller Munde, sichtbare Veränderungen sind aber bislang nicht zu erkennen. Auch wenn sich die Probleme nicht von heute auf morgen aus dem Wege schaffen lassen, sollten wir gemeinsam daran arbeiten. U. U. muss die Gemeinde hier mehr Eigenverantwortung übernehmen?

Ich möchte die Verwaltung auf diesem Wege bitten für die Bürger der Gemeinde und für die Nutzer des ÖPNV die Gespräche mit der Bahn zu suchen bzw. zu intensivieren Was auch immer die Gespräche ergeben – so wie es ist kann es nicht bleiben!

Mit besten Grüßen und der Bereitschaft zur aktiven Unterstützung wünsche ich uns allen ein erfolgreiches Jahr
Achim Sattler (Wilhelmshorst)

6 Kommentare

  1. Vielleicht sollte man ja die „teilweise bekannten Verursacher der Sachbeschädigungen“ endlich einmal beim Namen nennen. Es muss doch Leute geben, die wissen, um wen es sich da handelt. Die „mutmaßlichen Sachbeschädiger“ könnten dann dazu verdonnert werden, im gesamten Ort aufzuräumen, Schmiereien zu beseitigen, achtlos weggeworfenen Müll zu entsorgen und die Stehlampe am Eichenweg (die ja immer noch dort steht) inkl. 2 neuer Müllbeutel, mitzunehmen. So langsam nimmt es nämlich allerorten überhand. Vielleicht sollte man aber auch eine Initiative gegen Ortsverschandeler aller Art gründen und endlich gegen dieses Pack geschlossen vorgehen. Ich wäre jedenfalls dabei.

  2. Das Thema hat uns in der letzten Legislaturperiode auch öfter im Ortsbeirat beschäftigt. Schön das es wieder einmal aufgegriffen wird.

    Für die Wartung des Haltepunkts (nicht etwa Bahnhofs!) Wilhelmshorst ist nach eigener Darstellung „Europas führender Betreiber und Entwickler von Verkehrsimmobilien“ die DB Station&Service AG zuständig. Es gibt auch auch ein Büro in Potsdam. Am Bahnhof steht irgendwo im Aushang auch eine 0331er Telefonnummer dafür.

    Das Auswechseln der defekten Leuchtstoffröhre im Tunnel hat nach meinem Hinweis in 2014 dann nur schlappe 7 Monate gedauert. Also rufen Sie da ruhig mal an.

    Wenn Sie Sarkasmus herausgelesen haben, dann liegen Sie nicht ganz falsch. Eine krassere Form eines, ehemals staatlichen Dienstleisters wie die DB gibt es wohl nicht. Viel Geld für die Nutzung vernachlässigter, marode Trassen und Bahnhöfe von anderen Bahnanbietern nehmen, aber sich um nichts scheren.

    Schönes Beispiel für die Denkweise der Bahn sind auch die Durchgangsverbotsschilder für den barrierefreien Trampelpfad auf der Südseite. Statt das Problem zu beseitigen werden Schilder aufgestellt…

  3. Volle Zustimmung. Statt die Seeterrasse als kulturellen Magneten für Touristen zu bauen, lieber den Bahnhof und den Tunnel aufwerten. Sonst drehen die Touristen bereits am Bahnhof um… Außerdem hätten dann die Senioren und Kinder auch was davon.
    Elke

  4. Der Bahnhofstunnel ist an dieser Stelle weit und breit (bis auf fast 1 km) die einzige Verbindung zwischen Nord- und Süd-Wilhelmshorst und neben den (leider zu wenigen) Bahnkunden auch für hunderte Wilhelmshorster ein täglich genutzter Weg. Da sollte unsere Orts- und Gemeindeverwaltung nun endlich ein erhebliches Interesse im Interesse alle Bürger, nicht nur der Reisenden, entwickeln, hier wirksam zu werden: Für einen Winterdienst, für Ordnung und Sauberkeit sowie eine behindertengerechte Passage.
    Bitte auf das Investitionprogramm der Gemeinde setzen!
    (Vielleicht dringender als die See-Terrassen?)

  5. Danke, Herr Sattler. Dem kann ich nur zustimmen! Die Bahn wird wohl auch in den kommenden Jahren den Haltepiunkt nicht barrierefrei umgestalten. Vielleicht sind ja Mittel im Investitionsprogramm „Michendorf 2020“ für den Abbau von Barrieren am Bahnhof vorhanden.

    • war alles schon mal da. leider hat man das schon beim neubau der unterfdührung von den leuten bereits vergessen eigene mittel in dieand zu nehmen.es solte ja alles die bahn bezahlen ohne gelder der kommune.

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