Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

In vielen Gärten fehlen die Laubbäume

~ Zu „Der Mensch verändert die Natur“, MAZ 13.4. _ Wenn ich mir die heutige Grundstückslandschaft anschaue, bekomme ich das kalte Grausen. Diese neue Grundeigentümergeneration ist von einer grenzenlosen Einfallslosigkeit befallen. Ihre Anwesen sind bepflanzt und gestaltet wie Friedhöfe. Vögel finden dort kein zu Hause.

Alles eine Frage des Geschmacks sagt man, aber wo ist der geblieben? Wie schön kann ein blühender Apfel- oder auch anderer Obstbaum sein und er kann auch ruhig mal ein wenig höher als zwei oder drei Meter sein. Früher waren die Gärten im Frühling ein wahres Blütenmeer, aber das gibt es nicht mehr. Haben die Menschen die Freude daran verloren? Die Natur bietet so vieles. Es gibt in den Baumschulen schöne Gewächse, aber in den Gärten sehe ich so gut wie nichts davon. Laubbäume werden auch nicht mehr gepflanzt, weil sie im Herbst so schrecklich viel Arbeit machen. Was noch so in den alten Gärten vorhanden ist, fällt nach und nach den Kettensägen zum Opfer und wird auch nicht mehr erneuert. Dank sei der neuen Baumschutzverordnung durch unsere Landesregierung und der Abneigung der Menschen gegen alles, was Laub abwirft. Natürlich gibt es die sogenannten Ausgleichspflanzungen, aber die entstehen ganz woanders. So verkahlen die Grundstücke und die Natur entfernt sich immer weiter von uns, aber wir können sie uns ja noch im Fernsehen anschauen.

Klaus Mahler, Schulzendorf
[Gr. Leserbrief, MAZ 26.4.08]

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