Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Fußgängerunterführung in Wilhelmshorst

Erstaunliche Ergebnisse der Zählung durch den Ortsverein Michendorf der SPD

Am 5. Mai haben Mitglieder des Ortsvereins Michendorf der SPD eine differenzierte Zählung der Nutzung des Bahnhofs Wilhelmshorst vorgenommen.
Von 4 Uhr in der Früh bis 24 Uhr wurden die Fahrgäste sowie die Tunnelnutzer gezählt und nach folgenden Kategorien ausgewertet: Fahrgäste in Richtung Belzig und Berlin sowie Fahrgäste mit Besonderheiten wie Fahrrad, Haustier, Kinderwagen, schweres oder sperriges Gepäck und Rollstuhlfahrer.
Insgesamt wurden 906 Reisende gezählt, 445 in Richtung Berlin und 461 Richtung Belzig/Dessau. Von den 906 Reisenden haben 626 Reisende die Fußgängerunterführung genutzt, 104 mit Fahrrad, 16 mit Haustier, 35 mit schwerem oder sperrigem Gepäck und ein Rollstuhlfahrer.
„Die Zahlen zeigen deutlich, dass hier die Barrierefreiheit dringend erforderlich ist. 167 Tunnelnutzer würden jetzt schon von der Barrierefreiheit profitieren“ bewertet Susanne Melior (SPD) die Zahlen. „Nicht erfasst sind die Zahlen derer, die wegen fehlender Barrierefreiheit ihr Ziel auf anderen beschwerlichen und zeitaufwendigen Wegen erreichen müssen“,  so Frau Melior.
Der Ortsverein der SPD sieht sich in seiner Einschätzung der unerträglichen Situation am Bahnhof Wilhelmshorst bestätigt. „Die Bahn hat jetzt zudem eine Verschärfung der Situation dadurch herbeigeführt, dass man einen überwiegend von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern genutzten Waldweg, über den man immerhin das südliche Gleis barrierefrei erreichen konnte, kurzfristig gesperrt hat“, kritisiert die Ortsvorsteherin Irmgard Richard (SPD) das Vorgehen der Bahn.
Wegen des Verhältnisses von Tunnelnutzern zur Zahl der Reisenden insgesamt – 626 zu 906 – sind Bahn, Gemeindevertretung und Verwaltung gemeinsam gefordert, die erforderlichen Maßnahmen auf den Weg zu bringen um das Ziel der Barrierefreiheit zu erreichen.

Bodo Richard [SPD-Presseinformation]

Kommentare sind geschlossen.