Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Grüne Sonnenblume

Neues zur Bahnanbindung

| 1 Kommentar

Erinnern Sie sich? Am 14.07. berichtete ich, dass der Ortsbeirat unseren Bürgermeister bittet, sich schriftlich beim Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Herrn Jörg Vogelsänger für bessere Taktzeiten der beiden Bahnlinien RE 7 und RB 33 einzusetzen. Wir waren zu ungeduldig und haben noch im Juli als Ortsbeirat das Ministerium angeschrieben. Nun ist die Antwort da. Es wird zum Fahrplanwechsel leider nur eine einzelne Verbesserung in den frühen Morgenstunden geben, aber das Ministerium kündigt einen Halbstundentakt im „Perspektivnetz des Landesnahverkehrsplans“ an – siehe beigefügtes Schreiben. Mal sehen, ob dieser Plan Realität wird oder eine Vision bleibt. Wir bleiben jedenfalls dran.

Vom Bahnsteig grüßt
Christoph Schulte

Bahnanbindung Gemeinde Michendorf – Ihr Schreiben vom 25.07.2014

Sehr geehrter Herr Dr. Schulte,

ich danke Ihnen für Ihr Schreiben an Herrn Minister Vogelsänger, der mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

Die optimale Anbindung Michendorfs und Wilhelmshorsts an Berlin ist ein berechtigtes Anliegen des Ortsbeirats. Ich kann nachvollziehen, dass die gegenwärtige Angebotsgestaltung nicht allen Wünschen der potentiellen Nutzer Ihrer Gemeinde gerecht wird. Allerdings ist eine beliebige Verschiebung der Taktlagen der RE7 und der RB 33 nicht möglich. Dies beruht zum einen auf den infrastrukturellen Rahmenbedingungen und zum anderen auf den nachfragekonformen fahrplanmäßigen Vertaktungen der Linie RE7 an mehreren Knotenpunkten in vier Bundesländern, die das Nahverkehrsangebot erheblich aufwerten.

Die Linie RE7 ist in Dessau einen sogenannten Nullknoten eingebunden und bietet damit nicht nur den Anschluss Richtung Bitterfeld – Leipzig sondern in alle Richtungen. Damit werden auch Verbindungen nach Köthen – Aschersleben und Wörlitz hergestellt. Darüber hinaus bietet die bestehende Zeitlage weitere Anschlüsse in Roßlau Richtung Magdeburg, in Seddin Richtung Potsdam, in Berlin-Wannsee Richtung Potsdam – Brandenburg/Havel – Magdeburg.

In Berlin sind die Züge in die dicht befahrene Stadtbahnstrecke eingetaktet und bis Schönefeld in den Flughafenverkehr integriert.

Um diese Reisemöglichkeiten eröffnen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit der Aufgabenträger erforderlich, die die Verkehrsleistung mitfinanzieren. Daher muss das Zugangebot auch mit den verkehrlichen Inieressen der Länder Sachsen-Anhalt und Berlin korrespondieren, die die Zugleistungen mit bestellen und mit verantworten.

Die Linie RB33 ist Ihrerseits in den Knoten Jüterbog eingebunden und befährt zwischen Michendod und Jüterbog zudem eine eingleisige Strecke, die die betrieblichen Spielräume beschränkt.

Ungeachtet dessen strebt Brandenburg ausweislich des Landesnahverkehrsplans ein halbstündiges Zugangebot für Michendorf an. Zur Herstellung des gewünschten Halbstundentaktes ist im Perspektivnetz des Landesnahverkehrsplans die Wiederinbetriebnahme der Brücke über die Wetzlarer Bahn für die RB33 vorgesehenen. Damit könnte die Linie der RB33 direkt von Jüterbog nach Potsdam geführt werden. Ergänzend dazu ist die Einrichtung einer neuen Linie RB34 zwischen Michendorf und Berlin-Wannsee vorgesehen, die unabhängig von den Knoten in Jüterbog und Dessau die Linie RE7 zu einem Halbstundentakt verdichten würde.

Zur unmittelbaren Verbesserung im kommenden Fahrplanjahr 2015 soll der zum Fahrplan 20’13 neu eingeführte Entlastungszug der RE7 beitragen, der um 6.27 Uhr etwa 10 Minuten später abfahren wird, so dass für die Pendler am Morgen zwischen 6 und 7 Uhr halbstündlich ab Michendorf versetzte Fahrtmöglichkeiten bei der Linie RE7 angeboten werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auflrag

Ein Kommentar

  1. Danke Herr Schulte, bleiben Sie dran!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.