Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Haushalt 2015

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Am 04.11. präsentierte die Kämmerin den versammelten Ortsbeiräten aller Ortsteile im Gemeindezentrum Langerwisch (übrigens: 2014 kosteten die 6 Gemeindezentren 317.300 Euro) den Entwurf für den Haushalt 2015. Erstmal: Das war eine sehr anschauliche und klare Vorstellung – für die sich niemand der Anwesenden bedankte. Dafür gab es Kritik der Linken, weil der Hebesatz zur Grundsteuer auf den Landesdurchschnitt angepasst werden soll. Ohne diese Maßnahme fehlt jedoch eine Million im Haushalt. Gleichzeitig fehlt ein Vorschlag der Linken, wie dieser Betrag eingespart werden könnte.

Der Haushaltsentwurf liegt bei über 20 Mio Euro. Oder andersherum: für jedes der fast 12.000 Gemeindemitglieder werden 1.778,- Euro ausgegeben. Im ersten Entwurf betrug der Fehlbetrag zwischen Erträgen und Aufwendungen 622.000 Euro. Durch kreative und realistische Kürzungsvorschläge der Verwaltung, der Grünen und der SPD liegt nun der Entwurf für einen ausgeglichenen Haushalt vor. So wünsche ich mir das als Bürger und danke der Verwaltung dafür.

Den Haushaltsentwurf kann man sich übrigens im Internet ansehen: ttp://www.michendorf.de/images/_satzungen/fin/entwurf_hh_2015.pdf

Nicht einfach, aber transparent. Dem kann man zustimmen.

Noch Fragen? Die nächste Ortsbeiratssitzung findet am 24.11., 19:00 Uhr im Gemeindezentrum Wilhelmshorst statt.

Mein persönlicher Einspartipp betrifft übrigens die Energiekosten. Nicht nur die der Gemeinde, sondern auch unsere. Das schont den Haushalt und die Umwelt.

Es grüßt
Christoph Schulte

4 Kommentare

  1. Lieber kpa, lieber Brüger, lieber Anwohner, danke für Ihre Kommentare. Ich freue mich, dass meine Beiträge gelesen werden und sogar zu Reaktionen führen. So wünsche ich mir das.

    Wie Sie bin auch ich nicht durchgängig zufrieden mit der Gemeindeverwaltung. Nur: Auf welche Dienstleistungen sollen wir verzichten? Gut ausgestattete Kitas fordern die Eltern, die Gemeindezentren sind ein wichtiger Teil des gemeinschaftlichen Lebens (welcher Ortsteil würde zurückstecken?) und die armen Grundstückseigentümer finden dank Strassenbeleuchtung auch nachts heim. Bürokratievermeidung ist leicht gesagt. Ich vermute, konkrete und durchdachte Vorschläge werden sicher gerne aufgegriffen. Im Stellenplan 2015 finden sich übrigens Kürzungen.

    Nochmal zum Energiesparen. Da geht noch einiges. Anregungen gibt es z.B. hier: http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen/energiesparen-im-haushalt

    Mit der Strickjacke grüßt

    Christoph Schulte

  2. Vielleicht sollte man sich von einigen Gemeindezentren trennen, dann müsste man als Elternteil nicht Papier etc.mit in die Kita geben, damit die Kinder auch mal basteln können.

    Energiesparen um die erhöhten Steuern zahlen zu können? Klasse Idee…

  3. Einfach die Steuern erhöhen für die Grundstückseigentümer, aber dafür keine Leistung für diese erbringen. So kann man auch „haushalten“. Vielleicht fällt den Gemeinderäten auch noch ein, die Zweitwohnungssteuer auch noch ohne bisherige und zukünftige Gegenleistung zu erhöhen. Die Summe der beiden Steuern ist wohl aber doch höher als der Landesdurchschnitt. Was meint der Gemeinderat dazu?

  4. Angesichts der festgestellten Abzockerpreise durch die Energie-Konzerne spart doch jeder schon von sich aus bis es knirscht! Daß Großverbraucher keine Umlage zahlen, die wir, die Kleinverbraucher, mitbezahlen müssen, ist der Skandal! Dagegen tut aber niemand was und ist ja auch für die kommunalen Haushalte (zahlen die eigentlich die Energieumlage?) wenig ergiebig.
    Aber ein echter Hingucker sind mE. die jährlich steigenden Angestellten-Gehälter. Wissen Sie, wieviel Prozent unseres Haushalts dafür draufgehen? Irgendwann bezahlt sich die Verwaltung nur noch selbst. ALSO: Bürokratiervermeidung ist der effiziente Ansatz. Tut da der jetzige Bürgermeister was inform von Stellenabbau?
    MfG
    KPA

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