Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

Prominente

Arendt, Erich

Erich Arendt -Kleinformat15.04.1903 in Neuruppin geboren
bis 1923 Lehrerseminar, anschließend Aushilfsjobs ab 1926 Lehrer in Berlin an der Rütlischule (linke Versuchsschule) – erste Gedichte veröffentlicht
1928 Mitglied im Bund Proletarisch- Revolutionärer Schriftsteller und Leiter der Ortsgruppe Neukölln
März 1933 Emigration mit seiner Frau Katja in die Schweiz und im Januar 1934 weiter nach Spanien, Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg, er schrieb und übersetzte Reportagen und Gedichte
1939 nach Francos Sieg Flucht nach Frankreich
1940 Flucht aus französischer Haft nach Marseille, 1941 Flucht nach Südamerika
1941-1942 auf Curacao und Trinidad durch Engländer interniert
ab 1942 Nachhilfelehrer in Kolumbien
Sommer 1950 Rückkehr in die DDR
50er Jahre – Reisen nach Frankreich, Italien und Griechenland – Arendt wurde Mitglied des PEN – Zentrums der DDR – 1969 Mitglied der Akademie der Künste der DDR
1971 nach seinem Weggang überließ Peter Huchel dem Dichter Erich Arendt das Haus, das er bis zu seinem Tod 1984 bewohnte
25.09.1984 Erich Arendt verstirbt an den Folgen eines erlittenen Schlaganfalls. Er erhält ein Ehrengrab auf dem Evangelischen Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrich-Werderschen Gemeinden, Berlin

Haesler, Otto

Otto Haesler13. Juni 1880 Otto Haesler wird in München geboren.
1898 1902 Baugewerkschule in Augsburg und Würzburg – 1902 Beginn einer Maurerlehre
Anfang 1903 Angestellter bei Architekt Ludwig Bernouilly in Frankfurt/M.
Mitte 1906 Beginn seiner selbständigen Tätigkeit in Celle
1908 Bürogemeinschaft mit Architekt Karl Dreher – 1910 Heirat mit Frida Harmuth.
1915 Einberufung zum Militärdienst – 1917 Verwundung
Herbst 1918 Beginn der planerischen Tätigkeit mit dem Entwurf für Kleinwohnungshäuser „Auf der Heese“
1922 Obmann des Bau „Lüneburger Heide“ im BDA
1923 Vorstandsmitglied der Volkshilfe-Gesellschaft Celle
1925 Mitglied des Deutschen Werkbundes – 1926 Mitglied der Architektenvereinigung „Der Ring“
1927 Mitglied in der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen.
1928 Fertigstellung der Altstädter Volksschule
1930 Sachverständiger Berater im Vorstand RfG. Beteiligung an der Ausstellung „Sozialistische Kunst heute“ in Amsterdam.
1932 Gründung der „heimtyp ag“ (Typisierte Eigenheime), Austritt aus dem BDA, Ausstellung „Bauten v. Otto Haesler 1908-1932“, Kestner-Gesellschaft Hannover. Beteiligung an der Wanderausstellung „Museums of Modern Art“, New York.
1933 Angriffe gegen seine Person und Bauweise durch konservative und nationalsozialistische Architekten und Presse. Konkurs der „heimtyp ag“
1934 Auflösung des Büro Haesler in Celle – Umzug nach Eutin/Schleswig-Holstein
bis 1942 Um- und Neubauten von Wohnhäusern
1942-1945 Stellvertretender Stadtbaurat von Lodz und Lemberg
1943 Vorplanungen für den Wiederaufbau von Sewastopol
1945-1946 Angebot der Leitung für den Wiederaufbau von Kiel
1946-1955 Wiederaufbau der Altstadt von Rathenow in Brandenburg.
1950 Ernennung zum Professor für sozialen Wohnungsbau. Ausstellung „Sozialer Wohnungsbau – Das Lebenswerk des Architekten Otto Haesler“ im Institut für Bauwesen der Deutschen Akademie der Wissenschaften, Berlin
1950-1952 Leiter der Hochschule für Baukunst, Weimar
1951 Ordentliches Mitglied der Deutschen Bauakademie Berlin/DDR.
1953 Umzug von Rathenow nach Wilhelmshorst
1957 Autobiographie „Otto Haesler – Mein Lebenswerk als Architekt“
1958 Heirat mit Erna Heer, seiner langjährigen Haushälterin
2. April 1962 Tod Otto Haeslers, beigesetzt auf dem Ev. Friedhof in Wilhelmshorst

Steinhoff, Carl

Carl Steinhoff24.11.1892 in Herford/Westfalen geboren, nach Abitur Studium der Rechtswissenschaften in Marburg, Heidelberg und München
1914 als Kriegsfreiwilliger zu den Ulanen in Bielefeld
1916 nach Verschüttung nicht mehr fronteinsatzfähig und Fortsetzung des Studiums in Königsberg
1917 Promotion in Erlangen, Anfang der 20er Jahre Assesor in Wilhelmshaven
1922 Mitglied der SPD
1923 Heirat und Umzug nach Berlin – Lankwitz , stetiger Ortswechsel als Beamter
1930 Vizepräsident im Königsberger Oberpräsidium, erste Konflikte mit Rechtskräften
1933 um dem Zugriff der Nazis in Königsberg zu entgehen, Umzug nach Wilhelmshorst und Rückzug ins Privatleben
1940 Syndikus in einer Papier- und Pappengroßhandlung in Berlin
1945 sofort nach Beendigung des Krieges Mitarbeit beim Aufbau der Verwaltung, bis 1949 erster Ministerpräsident des Landes Brandenburg
1949 erster Innenminister der DDR, Konflikte auf Grund seiner Haltung zur Einheit Deutschlands und zu freien Wahlen
Mai 1952 aus “Gesundheitsgründen” in den vorzeitigen Ruhestand versetzt
1953 seine Berufung für Staats- und Verwaltungsrecht an der Berliner Humboldt – Universität gibt Steinhoff nach mehreren durch FDJ – Mitglieder provozierten Zwischenfällen auf
in den 60er und 70er Jahren er lebt zurückgezogen in Wilhelmshorst
19.07.1981 Carl Steinhoff verstirbt in einem Berliner Krankenhaus