Wilhelmshorst

Die Waldgemeinde in Brandenburg

‚JuCo‘ Wilhelmshorst im ehemaligen Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

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Ist es „cool“ und angesagt anderen Menschen zu helfen? Würde ich das riskieren?
Für wen würde ich das riskieren? Gab es Zeiten, als Helfen eine gefährliche Angelegenheit war und viele Menschen ihr Leben aufs Spiel setzten? Was führte dazu, dass einige den Mut fanden, anderen zu helfen? Was führte dazu, dass andere nur zuschauten?

Unter dem Leitgedanken »Helfen erlaubt?!« fand vom 17. bis 23.Oktober 2010 in der Gedenkstätte Ravensbrück das dritte Workcamp der helfenden Verbände statt, an dem ca. 40 Berliner und Brandenburger Jugendliche des Technischen Hilfswerks, der Landesjugendfeuerwehr, des Roten Kreuzes, der Malteser und der Johanniter Unfallhilfe teilnahmen.
Ebenso durften einige Jugendliche von Bus-Stop e.V. Berlin und des Kinder- und
Jugendzentrum ‚JuCo‘  Wilhelmshorst daran teilnehmen.

„Seit 1959 existiert in Ravensbrück eine Gedenkstätte, die die Geschichte des
Ortes erforscht, dokumentiert und in Ausstellungen präsentiert, der Opfer gedenkt,
über die Täter und Täterinnen aufklärt und gleichzeitig historischer Lernort ist.
Zwischen 1939 und 1945 befand sich in Ravensbrück bei Fürstenberg/Havel das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet.
1941 wurde ein Männerlager angegliedert und ein Jahr später entstand in der Nähe ein KZ für minderjährige Mädchen. Insgesamt waren dort 132.000 Frauen, 20.000 Männer und über 1.000 Jugendliche aus fast allen besetzten Ländern Europas inhaftiert.
Aus über 40 Nationen wurden Menschen nach Ravensbrück deportiert.
Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, durch medizinische Experimente oder Krankheiten.“

In dieser Woche lernten wir in mehreren Workshops die Geschichte des ehemaligen Frauen-Konzentrationslager kennen und erstellten einen Film, der unsere Erlebnisse dieser Woche eindrucksvoll widerspiegelt.
Wir hatten die Ehre ein Zeitzeugengespräch mit einer Überlebenden zu führen, die von Auschwitz nach Ravensbrück kam; deren Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten ermordet wurden und die einen mehrwöchigen Todesmarsch überlebt hat bis sie endlich befreit wurde.
Und wir halfen der Gedenkstätte in Arbeitseinsätzen historische Spuren des ehemaligen
Lagerkomplexes zu sichern, um sie vor dem Verfall zu bewahren.

Unser Fazit: Wir kommen wieder !

Wir, die dabei waren !

Romy Stegmann – Kinder- und Jugendzentrum ‚JuCo‘ Wilhelmshorst

(Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Fürstenberg/Havel: www.ravensbrueck.de)

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